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Räum n'Go

Leitfaden · 12 Min. Lesezeit

Umzug planen: die Checkliste von acht Wochen bis zur Schlüsselübergabe

Kurz gesagt

Für einen entspannten Umzug fängst du acht Wochen vorher an: Wohnung kündigen, Termin und Team buchen, ausmisten. Vier Wochen vorher beantragst du in Frankfurt die Halteverbotszone, besorgst Kartons und stellst Verträge um. In den letzten zwei Wochen packst du, am Umzugstag wird nur getragen. Ummelden musst du innerhalb von zwei Wochen nach dem Einzug.

Fakten geprüft am · Räum n'Go Redaktion, Frankfurt

Gepackte Umzugskartons mit Zimmerpflanzen in einer Wohnung

Ein Umzug wird selten am Umzugstag stressig. Stressig werden die zwei Wochen davor, wenn Kartons fehlen, die Halteverbotszone nicht genehmigt ist und der Vermieter noch auf das Übergabeprotokoll wartet. Diese Checkliste verteilt die Arbeit auf acht Wochen. Sie ist für Umzüge in und um Frankfurt geschrieben, mit den Stellen und Fristen, die hier gelten.

Unten findest du den Zeitplan als Tabelle, danach jede Phase im Detail, ein Kostenbeispiel mit unseren Stundenpreisen und Links zu den Ratgebern, die einzelne Schritte genauer erklären.

Wann solltest du mit der Umzugsplanung anfangen?

Acht Wochen vor dem Umzugstag ist ein guter Start, bei einer gemieteten Wohnung oft sogar früher. Der Grund ist die Kündigungsfrist: Als Mieter kündigst du einen unbefristeten Mietvertrag nach § 573c BGB spätestens am dritten Werktag eines Monats zum Ende des übernächsten Monats. Das sind knapp drei Monate. Wer im Juni kündigt, ist also frühestens Ende August raus.

Der zweite Grund sind die Termine. Monatsenden, Freitage und Samstage sind bei Umzugsfirmen in Frankfurt zuerst vergeben, weil dann die meisten Mietverträge enden. Wenn du flexibel bist, nimm einen Dienstag oder Mittwoch in der Monatsmitte. Das spart dir den Samstagszuschlag und macht die Halteverbotszone einfacher, weil unter der Woche tagsüber weniger Anwohner parken.

Wie sieht der Zeitplan von acht Wochen bis zum Umzugstag aus?

ZeitpunktAufgabeHinweis für Frankfurt
8 Wochen vorherAlte Wohnung kündigen, Umzugstermin festlegenKündigung bis zum 3. Werktag eines Monats (§ 573c BGB)
8 Wochen vorherUmzugsfirma anfragen, Besichtigung vereinbarenBesichtigung bei uns vor Ort oder per Video, meist innerhalb von 48 Stunden
7 Wochen vorherAusmisten, Liste der großen Möbel machenSperrmüll über die FES anmelden oder bei uns mitbuchen
6 Wochen vorherUrlaub nehmen, Helfer und Kinderbetreuung klärenUmzugstag und den Tag danach freihalten
5 Wochen vorherMaße der neuen Wohnung nehmen, Stellplan zeichnenTreppenhaus und Haustür im Altbau ausmessen
4 Wochen vorherHalteverbotszone beantragenAntrag beim Straßenverkehrsamt spätestens 2 Wochen vorher, besser 4
4 Wochen vorherKartons und Packmaterial besorgenFaustwert 2-Zimmer-Wohnung: 30 bis 45 Kartons
3 Wochen vorherStrom, Gas, Internet, Versicherungen umstellenInternetanschluss früh beauftragen, Techniker brauchen oft Wochen
2 Wochen vorherSelten Genutztes packen, Nachsendeauftrag stellenBücher, Deko, Saisonkleidung zuerst
1 Woche vorherHauptpacken, Möbel abbauen lassen oder selbst abbauenSchrauben in beschriftete Beutel am Möbelstück
3 Tage vorherHalteverbotsschilder stehenMindestens drei volle Kalendertage vor dem Umzug
1 Tag vorherKühlschrank abtauen, Waschmaschine leer laufen lassenTasche für die erste Nacht packen
UmzugstagÜbergabe an das Team, Zählerstände fotografierenWohnung besenrein übergeben
Bis 2 Wochen danachBeim Bürgeramt anmeldenPflicht nach § 17 Bundesmeldegesetz

Was ist acht bis sechs Wochen vor dem Umzug zu tun?

In dieser Phase triffst du die Entscheidungen, die alles andere bestimmen: Wann ziehst du, wer trägt und was kommt überhaupt mit. Je früher das feststeht, desto weniger kurzfristige Lösungen musst du teuer bezahlen.

  • Kündigen: Schriftlich, mit Unterschrift aller Mieter, die im Vertrag stehen. Lass dir den Eingang bestätigen oder schick die Kündigung per Einwurf-Einschreiben.
  • Termin festlegen: Wenn der neue Mietvertrag früher beginnt, plane ein paar Tage Überschneidung ein. Dann kannst du renovieren, ohne dass die Möbel im Weg stehen.
  • Umzugsfirma anfragen: Lass dir nach einer Besichtigung ein schriftliches Angebot geben, nicht nur eine Telefonschätzung. Bei uns ist die Besichtigung kostenlos, vor Ort oder per Video.
  • Ausmisten: Jeder Karton, der nicht mitkommt, spart Tragezeit. Bei unseren Besichtigungen sehen wir oft, dass Keller und Dachboden mehr Stunden kosten würden als die Wohnung selbst. Was du nicht mehr brauchst, kann vor dem Umzug raus.

Wenn sich beim Ausmisten zeigt, dass ein voller Keller oder ein ganzes Zimmer geräumt werden muss, lohnt sich ein Blick auf Umzug und Entrümpelung in einem Auftrag. Beides zusammen gebucht kostet bei uns 10 % weniger als einzeln. Für einzelne Möbel reicht oft der Sperrmüll, wie das in Frankfurt geht, steht in Sperrmüll in Frankfurt anmelden.

Was gehört in die Wochen fünf bis drei?

Jetzt geht es um alles, was Vorlauf bei anderen braucht: die Stadt, Versorger und Lieferanten. Wenn du hier trödelst, kannst du in den letzten Tagen nichts mehr retten.

  • Halteverbotszone beantragen: In Frankfurt ist das Straßenverkehrsamt zuständig. Laut Stadt soll der Antrag spätestens zwei Wochen vor dem Umzug eingehen, die Bearbeitung kann bis zu zwei Wochen dauern. Die Schilder stellst du selbst oder eine beauftragte Firma auf. Alle Schritte stehen in Halteverbotszone in Frankfurt beantragen.
  • Kartons besorgen: Wie viele du brauchst, rechnest du mit der Tabelle in Wie viele Umzugskartons brauche ich? aus. Kauf lieber zehn mehr, übrige Kartons kannst du meist zurückgeben oder weitergeben.
  • Stellplan zeichnen: Miss in der neuen Wohnung die Wände und die Türbreiten. Ein Sofa, das im Altbau nicht um die Treppenkurve passt, fällt besser jetzt auf als am Umzugstag.
  • Verträge umstellen: Strom und Gas meldest du mit Zählerstand am Umzugstag um. Internet und Telefon brauchen in Frankfurt teils mehrere Wochen bis zur Schaltung, deshalb früh beauftragen.
  • Versicherungen prüfen: Hausratversicherung auf die neue Adresse umschreiben. Viele Verträge versichern beide Wohnungen für eine Übergangszeit.

Was erledigst du in den letzten zwei Wochen?

Die letzten zwei Wochen gehören dem Packen. Fang mit dem an, was du bis zum Umzug sicher nicht brauchst, und arbeite dich zu den Dingen des Alltags vor.

  1. Bücher, Deko, Saisonkleidung und Keller zuerst packen.
  2. Jeden Karton auf zwei Seiten beschriften: Zielzimmer und grober Inhalt. Eine Farbe pro Zimmer hilft dem Team beim Ausladen.
  3. Schwere Sachen wie Bücher und Geschirr in kleine Kartons, leichte wie Bettzeug in große. Ein Karton sollte sich von einer Person tragen lassen.
  4. Nachsendeauftrag bei der Post stellen, damit Briefe an die alte Adresse ankommen, bis alle die neue kennen.
  5. Möbel abbauen, die nicht am Stück durchs Treppenhaus passen. Schrauben und Beschläge in einen Beutel und mit Klebeband am Möbel befestigen.
  6. Am Vortag: Kühlschrank abtauen, Waschmaschine leer laufen lassen, eine Tasche für die erste Nacht packen (Ladekabel, Medikamente, Werkzeug, Bettzeug, Unterlagen, Klopapier).

Wenn dir die Zeit fehlt, kannst du das Einpacken und den Möbelabbau mitbuchen. Beides wählst du im Preisrechner mit aus, dann steht es im selben Angebot.

Wie läuft der Umzugstag selbst ab?

Am Umzugstag bist du vor allem Ansprechpartner. Das Team trägt, sichert und lädt. Du sagst, was wohin kommt, und behältst Schlüssel und Unterlagen im Blick.

  1. Prüfen, ob die Halteverbotsschilder noch stehen und die Zone frei ist. Steht ein Auto drin, rufst du die Polizei oder das Ordnungsamt.
  2. Kurzer Rundgang mit dem Team: was mitkommt, was bleibt, was zerbrechlich ist.
  3. Zählerstände in der alten Wohnung fotografieren, mit Datum.
  4. Beladen: schwere Möbel zuerst, Kartons dazwischen, zerbrechliche Teile zuletzt.
  5. Letzter Rundgang durch alle Räume, Keller und Dachboden. Schränke öffnen.
  6. In der neuen Wohnung: Zählerstände fotografieren, dann ausladen nach Zimmer-Beschriftung.
  7. Möbel aufbauen, Betten zuerst, damit du die erste Nacht gut schläfst.

Für eine 2-Zimmer-Wohnung innerhalb Frankfurts planen wir etwa fünf Stunden mit drei Personen. Ein Altbau ohne Aufzug oder ein langer Weg über den Hinterhof verlängert das. Was im Treppenhaus zählt, steht in Umzug im Altbau.

Was muss nach dem Umzug erledigt werden?

Nach dem Umzug hast du genau eine harte Frist: Innerhalb von zwei Wochen nach dem Einzug musst du dich bei der Meldebehörde anmelden, so steht es in § 17 Bundesmeldegesetz. In Frankfurt geht das bei jedem Bürgeramt oder für viele online. Dafür brauchst du die Wohnungsgeberbestätigung deines Vermieters. Wie das genau läuft, erklärt Ummelden in Frankfurt.

  • Übergabe der alten Wohnung mit dem Vermieter, Protokoll unterschreiben und Fotos jedes Raums machen. Die Punkte dazu stehen in der Checkliste zur Wohnungsübergabe.
  • Zählerstände der neuen Wohnung an die Versorger melden.
  • Adresse bei Bank, Arbeitgeber, Krankenkasse, Rundfunkbeitrag und Online-Shops ändern.
  • Fahrzeugschein ändern lassen, wenn du ein Auto hast.
  • Belege sammeln: Rechnung der Umzugsfirma, Kartons, Halteverbot. Einen Teil kannst du bei der Steuer ansetzen, siehe Umzug steuerlich absetzen.

Welche Stellen brauchen deine neue Adresse?

StelleWieWann
Bürgeramt FrankfurtPersönlich oder online mit Online-AusweisBis 2 Wochen nach Einzug
Vermieter altKündigung schriftlichSpätestens 3. Werktag des Monats
Strom- und GasversorgerOnline, mit ZählerstandZum Umzugstag
Internet und TelefonUmzugsauftrag beim Anbieter4 bis 6 Wochen vorher
Bank, Krankenkasse, ArbeitgeberOnline oder schriftlichNach der Anmeldung
RundfunkbeitragOnline-FormularNach dem Umzug
Kfz-ZulassungÄnderung im FahrzeugscheinNach der Anmeldung
PostNachsendeauftrag1 bis 2 Wochen vorher

Was kostet ein Umzug in Frankfurt ungefähr?

Ein Umzug innerhalb Frankfurts kostet bei uns je nach Wohnung meist zwischen gut 400 und gut 1.000 Euro. Wir rechnen nach Stunden: 106 € pro Stunde für zwei Personen mit 3,5-t-Transporter, jede weitere Person 42 € pro Stunde, alles inklusive 19 % MwSt. Die Stundenzahlen unten sind die Werte, die auch unser Preisrechner nutzt.

WohnungTeamGeplante ZeitRichtpreis inkl. MwSt.
1 Zimmer2 Personenca. 4 Stunden424 €
2 Zimmer3 Personenca. 5 Stunden740 €
3 Zimmer3 Personenca. 7 Stunden1.036 €
4 Zimmer4 Personenca. 8 Stunden1.520 €

Dazu können Zuschläge kommen: ab dem 3. OG ohne Aufzug und bei Tragewegen über 20 Meter jeweils etwa 10 %, abends, samstags und an Feiertagen 25 %. Die ausführliche Rechnung mit Beispielen steht in Was kostet ein Umzug in Frankfurt?. Für ein paar Möbel oder ein WG-Zimmer reicht oft ein Kleinumzug ab zwei Stunden.

Was ist bei einem Umzug in Frankfurt besonders?

Frankfurt hat drei Eigenheiten, die Umzüge länger machen als auf dem Land. Wer sie kennt, plant sie ein.

  • Parken: In vielen Vierteln wie Nordend, Bornheim, Sachsenhausen oder Bockenheim gilt Bewohnerparken und freie Plätze sind selten. Ohne Halteverbotszone steht der Transporter oft weit weg, und jeder zusätzliche Meter kostet Tragezeit.
  • Altbau: Gründerzeithäuser haben enge, gewendelte Treppen, hohe Stockwerke und selten einen Aufzug. Große Schränke müssen fast immer zerlegt werden, manchmal hilft nur ein Möbellift.
  • Hinterhöfe: Viele Wohnungen liegen im Hinterhaus. Der Weg von der Straße durch Toreinfahrt und Hof kann 30 Meter und mehr sein. Das sehen wir bei der Besichtigung und rechnen es ein.

Welche Fehler machen einen Umzug teuer?

  • Zu spät gekündigt: Dann zahlst du zwei Mieten für einen ganzen Monat.
  • Kein Halteverbot: Der Transporter steht in der zweiten Reihe oder zwei Straßen weiter. Beides kostet Zeit, das erste auch Bußgeld.
  • Zu wenig Kartons: Am Umzugstag wird lose gepackt, das Team wartet, und du zahlst die Wartezeit.
  • Alles mitgenommen: Wer erst in der neuen Wohnung aussortiert, bezahlt das Tragen doppelt und danach die Entsorgung.
  • Nur telefonisch angefragt: Ohne Besichtigung sind Angebote Schätzungen. Ein schriftliches Angebot nach Besichtigung schützt vor Überraschungen.

Welche Ratgeber helfen dir bei den einzelnen Schritten?

Packen, Möbelmontage und die Halteverbotszone kannst du im Preisrechner direkt mit auswählen. Alles zu unserem Umzugsservice steht auf der Seite Umzug in Frankfurt.

Häufige Fragen

Wie lange vorher sollte ich eine Umzugsfirma buchen?

Vier bis acht Wochen vorher ist gut, für Monatsenden und Samstage eher acht. Kurzfristig klappt es unter der Woche oft trotzdem.

Muss ich mich in Frankfurt bei der alten Adresse abmelden?

Nein, wenn du innerhalb Deutschlands umziehst. Die Anmeldung an der neuen Adresse reicht, die Abmeldung läuft automatisch mit.

Wer kümmert sich um die Schilder für das Halteverbot?

Das Straßenverkehrsamt stellt keine Schilder auf. Du stellst sie selbst auf oder beauftragst eine Firma. Wir übernehmen das auf Wunsch.

Kann ich am Umzugstag mithelfen und so sparen?

Ja. Wenn du selbst packst und Kartons bereitstellst, sinkt die Stundenzahl. Das Tragen schwerer Möbel überlässt du besser dem Team, weil wir dafür versichert sind.

Was mache ich mit Möbeln, die nicht mitkommen?

Gut erhaltene Möbel kannst du spenden oder verkaufen, den Rest über Sperrmüll entsorgen. Wenn es viel ist, nehmen wir es beim Umzug gleich mit und rechnen es im Angebot ein.

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Quellen

Erstmals veröffentlicht am 20. Oktober 2026. Preise inkl. 19 % MwSt.